Robotik im Ackerbau - Automatisierung der Feldbearbeitung

Jeder Acker zeigt Fahrspuren für die Feldbearbeitung. Wo genau Maschinen fahren, ist dabei absolut nicht egal: Geschickte Wahl der Spuren verkürzt die Bearbeitungszeit, verringert Bodenverdichtung und Bodenerosion. Was aber "geschickt" ist, ist nicht einfach zu sagen, da die Lage der Spuren viele ganz unterschiedliche Bearbeitungsschritte betrifft (drillen/säen, düngen, spritzen, ernten) und stark von der Feldgeometrie, Fahrwegen, den eingesetzten Maschinen, Böden und angebauten Pflanzen abhängt.

Bei der Automatisierung der Feldbearbeitung - sei es zur Verbesserung von Planungshilfen, zur Fahrerassistenz oder im Extremfall zur autonomen Steuerung von Maschinen - sind die Lage der Fahrspuren und die Pfadplanung ein wichtiger Faktor. Das Exponat zeigt Arbeiten dazu aus geförderten Forschungsprojekten. Die Planung geht im Einzelfall so weit, die Koordination in Raum und Zeit von mehreren Fahrzeugen bei der Kornernte (Mähdrescher, Überladefahrzeug) für autonome Steuerung vorzubereiten. Anhand von Simulationen kann man die gelösten und die noch offenen Probleme der automatischen Pfadplanung in der Feldbearbeitung sehen und erklären.

Fachgebiet: DFKI
Leitung: Stefan Stiene, Joachim Hertzberg